Umbau und Sanierung

zurück zur Startseite

Umbau und Sanierung der Freiherr-vom-Stein-Schule 2000 – 2002

Die Erleuchtung oder "Fordern und Fördern"

Ganz schön dunkel, so ein Wintertag vor Unterrichtsbeginn auf dem Schulhof oder ein Elternabend, der erst nach 22.00 Uhr endete, zumal wenn man die steile Zufahrt Richtung obere Karl-Busch-Straße begehen wollte. Wie sagte doch der Schulhausmeister auf meine diesbezügliche Äußerung im Herbst 1996:

„Ja, da fehlt die Lampe – aber da haben schon all die anderen Schulleiterinnen und Schulleiter vor Ihnen vergeblich drum gekämpft." Nun – ein Kampf sollte es sicherlich nicht werden, aber ein ständiges Bemühen um die Anerkennung der jahrelangen Forderungen und ein Fördern und Bündeln all der Kräfte, die die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Erneuerung erkannt hatten. Vierzig „Dienstjahre" waren an dem ehemals als innovativ und beispielhaft gelobten Volksschulgebäude seit 1953 nicht spurlos vorübergegangen.

Manches war repariert oder punktuell saniert worden, doch strukturelle Veränderungen sowie die Erfordernisse einer grundschulgemäßen Unterrichtsgestaltung ließen bei Kindern, Eltern und Lehrern den Ruf nach einem Umbau und einer Generalsanierung immer lauter werden.

Chronologie:

· Seit 1991 verging kein Jahr in dem nicht die Schulleitung unterstützt durch den jeweiligen Schulelternbeirat Anträge auf die Grundsanierung, Erweiterung oder den Umbau gestellt hätte, stets ausführlicher und detailliert begründet.

· Bereits 1992 wurde ein Handlungsbedarf durch den Schulträger ausdrücklich anerkannt.

· 1994 erfolgte auf Anforderung durch die Verbandsgemeinde eine erneute Aufstellung der aus Sicht der schulischen Gremien notwendigen Sanierungs- sowie Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen - jedoch ohne weitere Resultate.

· Im März 1997 wurde im Rahmen einer Zustandsbeschreibung ein neuer Anlauf unternommen und den politischen Gremien ein erneuter Antrag der Schulleitung auf Erweiterung und Sanierung vorgelegt.

· Im Juni 1997 erfolgte die Vorstellung einer ersten konkreten Raumplanung sowie verschiedener Maßnahmenvarianten seitens der Verbandsgemeinde; darin enthalten war die Forderung einer            10 prozentigen Beteiligung des Fördervereins oder der Bürgerschaft gemäß dem Modell „Ernst-Born-Schule" als Grundvoraussetzung.

· Im Februar 1998 beschloss der Verbandsgemeinderat unter der Bedingung, dass von dritter Seite (Förderverein) 5% Eigenleistung und Barmittel zugesichert werden, den erforderlichen Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen zuzustimmen mit dem Ziel diese spätestens im Jahre 2000 zu beginnen.

· Nachdem zuvor alle Schulelternbeiräte sowie der Förderverein die Forderung einer Beteiligung mit dem Hinweis auf bereits geleistete Mithilfe beim Ausbau des Schulspeichers zurückgewiesen hatten, erfolgte nach einem Wechsel im Schulelternbeirat und durch den neuen Vorstand des Fördervereins trotz des ausdrücklichen Hinweises auf die Unangemessenheit der Forderung ausschließlich im Interesse der Schülerinnen und Schüler am 09.07.1998 die mündliche Zusage einer Beteiligung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Mit dieser Zusage wurde die Maßnahme endgültig auf den Weg gebracht.

· Im Juni 2000 wurde nach Anerkennung der außergewöhnlichen Dringlichkeit durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung der finanzielle Rahmen abgesteckt und entsprechend der dafür notwendigen und vorhandenen Haushaltsmittel dem Baubeginn durch den Verbandsgemeinderat zugestimmt. Dabei ist es als besonders erfreulich zu vermerken, dass in der Detailplanung letztendlich die ursprünglichen Vorschläge der Schulleitung und des Lehrerkollegiums umgesetzt wurden. Es waren dies insbesondere

1. Die Zentralisierung der Verwaltung sowie die Angliederung des Lehrerzimmers und des Arztzimmers im Erdgeschoss des Westflügels.

2. Einbau einer neuen Schüler - WC - Anlage im früheren Lehrerzimmer mit ausschließlichem Zugang vom Schulhof aus.

3. Neubau der Lehrertoiletten im Bereich der ehemaligen Schülertoiletten.

4. Erhalt, Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Hausmeisterwohnung.

5. Sanierung des Schulhofes, Erweiterung der Pausenhalle, Installation von Spielgeräten sowie einer Pausenhof- und Zuwegbeleuchtung

Die Baumaßnahme

Am 05.12.2000 erfolgte der erste Hammerschlag durch den damaligen VG-Bürgermeister Oskar Rink und die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Frau Monika Hartung

 

In einem ersten Bauabschnitt wurde die Schulverwaltung zentralisiert. Nach dem Endanstrich durch Eltern und Schulleitung erstrahlen die Räume in neuem Glanz

Am 29.01.2001 wurde durch Schweißarbeiten ein Brand ausgelöst, der eine weitere erhebliche Verschlechterung der Unterrichtsbedingungen zur Folge hatte. Neun Schulklassen mussten in die Turnhalle, in die Dryander - Klinik und in die Bundeswehrschule ausgelagert werden. Erst am 23.02.2001 konnten die Klassen in die eigenen Unterrichtsräume zurückkehren.

Als Folge des Brandes wurden umfangreiche zusätzliche Sanierungsarbeiten an Wänden und Decken notwendig

 

Lagerung und tagelange Sortierung der durch den Brand beschädigten oder verunreinigten Lehr- und Lernmaterialien in der Turnhalle

 

Der Musikraum vor der Sanierung

Neu-Eindeckung der Pausenhalle in den Sommerferien 2001

 

Einrüstung des Ostflügels nach Verlegung der Schülertoiletten im Sommer 2001

Erweiterung der Pausenhalle nach den Herbstferien 2001

die Schülertoiletten waren blockiert und ein Toilettenwagen

stand für mehrere Tage auf dem Schulhof

Jahreswechsel 2001/ 2002: noch immer steht das Gerüst am

Westflügel der Schule

 

Seenlandschaft auf dem Schulhof:

Eine nicht eingeplante Neuverlegung der Abflussrohre

wurde notwendig

1.Schultag nach den Osterferien 2002: Restarbeiten an der

Außenfassade

Sommerferien 2002: Schulhofsanierung als letzter großer Bauabschnitt

Aufbringen der neuen Teerdecke

Herrichtung des Spiel- und Klettergeländes

Nun braucht niemand mehr in die Röhre zu schauen...

 

Schulbeginn Schuljahr 2002/2003 Der „große Ansturm" kann kommen...

die Schule erstrahlt in neuem Glanz ....

....und fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein

Ausblick

Fast zwei Jahre sind seit dem Baubeginn vergangen. Wie nicht anders zu erwarten war, sind nicht alle Arbeiten ohne zeitliche Verzögerungen abgeschlossen worden; manche Gewerke haben sich als umfangreicher erwiesen als es ursprünglich zu erkennen war, manche sind vereinfacht ausgeführt, andere ganz weggelassen worden. Nicht immer haben Handwerker die Zusage auf die höchst mögliche Rücksichtnahme auf einen ungestörten Unterrichtsbetrieb einhalten können; mitunter glich das Schulgebäude eher einer Baustelle als einer Lehranstalt; Lärm, Geruchsbelästigungen, Gefährdungen durch Fahrzeuge auf dem Schulhof, nicht zuletzt der Brand und die damit verbundenen zusätzlichen Einschränkungen haben die Gemüter teils heftig bewegt. Nun, da das Umbau- und Sanierungsprojekt abgeschlossen ist, dürfen sich alle Beteiligten am Erfolg erfreuen.

Wir, die Lehrerinnen und Lehrer sind nun in die Lage versetzt, unseren Erziehungsauftrag in einem hellen, freundlichen und zweckmäßig gestalteten Gebäude sowie einem gelungenen und unsere Schülerinnen und Schüler motivierenden Umfeld zu erfüllen. Dafür gilt unser

herzlicher Dank dem Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Bad Ems, der zu Zeiten eines für die Kommunen immer enger werdenden finanziellen Rahmens für die Zukunft heranwachsender Generationen positiv entschieden hat. Unser Dank gilt ferner den politischen Gremien auf den höheren Ebenen, denn ohne die Bereitstellung der Fördermittel durch das Land Rheinland-Pfalz sowie den Landkreis Rhein-Lahn wäre die Anstrengung aus eigener Kraft nicht zu leisten gewesen. Nicht zuletzt ist es das besondere Verdienst des ehemaligen Verbandsbürgermeisters Herrn Oskar Rink, mit persönlichem Engagement die politischen Gremien von der Dringlichkeit der Maßnahme überzeugen und auf allen Ebenen die Förderzusagen erwirken zu können. Dank seiner unermüdlichen Überzeugungsarbeit sowie dem ihm eigenen Durchsetzungsvermögen konnten letztendlich die Mitglieder des Fördervereins sowie der Schulelternbeirat „ins Boot geholt werden". Wenngleich beide Gremien das Modell „Ernst-Born-Schule" als nicht übertragbar und für eine notwendige Generalsanierung als nicht angemessen empfanden, haben viele Eltern, Lehrerinnen und Lehrer ihren Beitrag geleistet. Dadurch wurde es möglich, den, wie Herr Rink es nannte, „großen Wurf" zu landen: Nicht nur das "Notwendige" sondern das "Wünschenswerte". Die Beteiligung freiwilliger Helferinnen und Helfer war zu Beginn der Arbeiten zahlenmäßig beachtlich, jedoch war – wie vorausgesehen – die Identifikation der Elternschaft mit der Schule ihres Kindes nicht in dem Maße vorhanden wie andernorts in unserer Verbandsgemeinde. Umso mehr danke all denen, die an zahlreichen Wochenenden Verwaltungsräume, Klassenzimmer und Flure angestrichen und somit dazu beigetragen haben, dass der Förderverein das gegebenen Wort halten konnte. Und nachdem als letzte Baumaßnahme eine Beleuchtungsanlage installiert wurde, hat nun auch die Dunkelheit auf dem Schulgelände endgültig ihre Schrecken verloren.

Am 15.09.1952 wurde bei der Grundsteinlegung unserer Schule eine Urkunde vermauert, in der es heißt: " Möge dieses Haus so lange stehen wie Bad Ems steht."

Der Verbandsgemeinderat der Jahrtausendwende hat das Seine dazu beigetragen, dass der hohe Anspruch der Stadtväter von vor 50 Jahren Bestand haben kann.

DANKE!

Peter Jung, Rektor

 

      Startseite